Methoden gegen chronische Burnout-Schmerzen

17. Oktober 2012, 19:02

 

Stress, Muskelverspannungen und Erschöpfung führen zu einer gegenseitigen Verstärkung von Schmerz und Burnout-Symptomatik. Zur Behandlung gibt es Therapien

Tulln/Mannheim – „Menschen mit Burnout haben ein erhöhtes Risiko, dass sich ein Schmerzgeschehen chronifiziert, insbesondere dann, wenn der Level einer Depression erreicht wird“, erklärte Martin Aigner vom Landesklinikum Tulln anlässlich der 12. Österreichischen Schmerzwochen der Österreichischen Schmerz-Gesellschaft (ÖSG). Demnach verfügen Burnout-Betroffene über weniger „Abwehrkräfte“ und bekommen daher eine Schmerzsymptomatik weniger gut in den Griff als andere Patienten. Daraus resultiert häufig eine verstärkte Schmerzsymptomatik.

 

Gegenseitige Verstärkung von Symptomen

„Bei Patienten mit Burnout kommt es durch Stress, Muskelverspannungen und Erschöpfung zu einer gegenseitigen Verstärkung von Schmerz und Burnout-Symptomatik“, erläutet Aigner. Die Folge ist, dass Patienten in einen regelrechten Teufelskreis rutschen, der nicht selten in einer Schmerz-Chronifizierung endet. „Bei diesen Patienten ist es ganz wichtig, den Teufelskreis aus Schmerz und Burnout zu durchbrechen, damit sich das Geschehen nicht chronifiziert“, so Aigner.

Beim sensorischen Schmerz ist nach Meinung des Schmerzspezialisten „Schmerzvermeidung“ angesagt. Bei chronischen Schmerzen, wo die emotionale Komponente im Vordergrund steht, können Rückzug und Schonung den Schmerz sogar verstärken. „Gerade in diesen Fällen ist es wichtig, aktiv zu werden und sich mit dem Schmerz auseinander zu setzen. Hier ist ein flexibles Schmerz-Coping gefragt“, lautet die Überzeugung des Mediziners.

Methoden gegen chronischen Burnout-Schmerz

Der Experte empfiehlt zwei Methoden, um chronischen Schmerz bei Patienten mit Burnout in den Griff zu bekommen. Dabei handelt es sich um die „Mindfulness based stress reduction“ (MBSR) sowie die „Akzeptanz- und Commitment-Therapie“ (ACT). Bei diesen Verfahren lernen die Patienten einerseits mehr Achtsamkeit und andererseits „erlebnisorientierte“ Übungen, mit denen sie ihre dysfunktionalen Gedankenmuster und den Verlust der Perspektive für die eigenen Werte überwinden sollen.

„Die Wirksamkeit der beiden Methoden wurde in einer Reihe von Studien belegt. So zeigt eine Meta-Analyse, dass MBSR und ACT bei der Behandlung von chronischen Schmerzen für die Outcome-Variablen ‚Schmerz‘ und ‚Depression‘ vergleichbare Ergebnisse wie die kognitive Verhaltenstherapie aufweisen. Die  Effektstärken liegen hier im mittleren Bereich“, lautet das Resümee von Aigner. (red, derStandard.at, 17.10.2012)

Quelle: derstandard.at

Auch der Arbeiter kann etwas bewirken, Courage zählt

Von 14 Französinnen, die auszogen, um Romney das Fürchten zu lehren

22. Oktober 2012

 

Weil die Investmentfirma Bain Capital deren Existenz ruinierte, wollen die Arbeiterinnen nun mediengerecht klagen

„Wir haben für die Reise Englisch gebüffelt und viel Geld ausgegeben“, berichtet Brigitte Petit, „aber glücklicherweise erhalten wir ohnehin von vielen Leuten Unterstützung.“ Und die rüstige Jobsucherin mit den grauen Haaren fügt noch hinzu: „Wir lassen nicht locker. Auch nicht im Zentrum der politischen Macht und des Geldes: den USA.“

Die Geschichte von Brigitte und ihren Kolleginnen könnte durchaus „Asterix bei den Kapitalisten“ heißen. Die meisten Arbeiter würden klein beigeben, wenn das globale Imperium zuschlagen und ihre Fabrik schließen würde. Nicht so die Französinnen aus Hénin-Beaumont, einer gesichtslosen, von der Arbeitslosigkeit zerrütteten Kleinstadt im trostlosen hinteren Zipfel Frankreichs, im industriellen Norden: Die 14 Arbeiterinnen leisten Widerstand gegen einen Goliath der Weltfinanz: Sie machen Bain Capital – mitbegründet von US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney – verantwortlich dafür, dass sie heute auf der Straße stehen.

Jahrelang schufteten sie in Hénin-Beaumont in der Fabrik des amerikanischen Kofferfabrikanten Samsonite. Doch 2005 verkaufte der Hauptaktionär Bain Capital das Werk für einen symbolischen Euro an zwei Unternehmer. Diese gaben vor, Sonnenkollektoren bauen zu wollen, doch sie landeten bald hinter Gittern, als sich das Projekt als rundum betrügerisch herausstellte.

Klage gegen Bain Capital

Die 2005 entlassenen Arbeiter sind sich sicher, dass Bain Capital auf dem Laufenden war und das Werk einfach nur loswerden wollte – egal wie. Man wollte lieber in Fernost billiger produzieren. Deshalb wollen die Arbeiterinnen nun außer die beiden Unternehmer auch den US-Investmentfonds wegen „betrügerischer Entlassung“ klagen. Deshalb sind sie in die USA gereist. In den nächsten Tagen, auf jeden Fall noch vor der Präsidentenwahl, wollen sie Klage in Boston einreichen.

Romney ist zwar nicht direkt betroffen, da er Bain Capital schon vor 2005 verkauft hatte. Doch Brigitte und ihre Mitstreiterinnen kennen die Gesetze der Medienbranche von ihrem Kampf in Frankreich her: Sie wollen den Wahlkampf nützen, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Im Kampagnen-Hauptquartier des republikanischen Kandidaten soll keine Freude darüber herrschen, dass jetzt sogar irgendwelche Französinnen die alten Bain-Capital-Geschichten aufwärmen. Die vierzehn Klägerinnen verlangen insbesondere die Publikation von Dokumenten, die beweisen sollen, dass Romneys Ex-Fonds die Werkstätte in Hénin-Beaumont bewusst vor die Hunde gehen ließ, um die Kofferproduktion nach China auslagern zu können.

 

„Keine Angst haben“

Vor der Reise nach Boston besuchten die gallischen Arbeiterinnen vergangene Woche eine Fa brik in Freeport, Illinois. Dort dürften 170 Amerikaner ihren Job verlieren, weil Bain Capital die Herstellung von Elektrosensoren nach Asien verlagern will.

Die Französinnen gaben ihr Know-how in Sachen Arbeitskampf den US-Kollegen weiter: Sie hatten ihre eigene Fabrik in Hénin-Beaumont fünf Monate lang besetzt, damit die Besitzer die Maschinen nicht abtransportieren konnten. „Wir sagten den amerikanischen Freunden: Ihr dürft das Material auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen“, meint Nathalie Henrique, eine der 14 Französinnen. „Wenn ihr eure Maschinen verliert, könnt ihr nichts mehr ausrichten.“

Brigitte Petit empfahl den amerikanischen Arbeitern ihrerseits: „Man darf vor allem keine Angst haben zu kämpfen. Auch als kleine Arbeiterin kann man weit kommen.“ – Ja, bis in die USA.

(Stefan Brändle aus Paris/DER STANDARD, 23.10.2012)

Es ist an der Zeit, das Richtige zu tun

FMA zeigt Waldviertler an

Der Schuhproduzent Waldviertler nimmt sich seine Kredite nicht bei Banken, sondern bei Freunden und Kunden. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) zeigte ihn an, weil er Bankgeschäfte ohne Konzession macht. Doch sein Geschäft läuft besser denn je, in der Wirtschaftskrise trifft er den Puls der Zeit.

Es ist eine Erfolgsgeschichte: 130.000 Paar Waldviertler Schuhe werden heute pro Jahr verkauft. Das Unternehmen wuchs in den vergangenen zehn Jahren ohne Pause und schuf in Schrems 100 neue Arbeitsplätze – in einer Region, die wirtschaftlich nicht gut dasteht.

Nebenbei baute der Unternehmer Heini Staudinger die größte Photovoltaikanlage des Waldviertels, mit dem Geld seiner Kunden. Sie zahlen 200 Euro für die Sonnenenergie und bekommen dafür Warengutscheine im Wert von 330 Euro zurück.

Drei Millionen Euro geborgt

1999 setzte die Bank seinen Kreditrahmen drastisch herab, obwohl er Gewinn machte. „Ich habe geglaubt, ich spinne. Das oberste Ziel war dann, bankenunabhängig zu sein“, sagt Staudinger. Das gelang ihm innerhalb von vier Jahren. Dann gründete er einen Sparverein. Freunde, Verwandte und Kunden geben ihm Geld. Er investiert es, etwa in eine neue Lagerhalle, und zahlt es verzinst zurück. Bisher borgte er sich drei Millionen Euro. „Dadurch konnten wir die Firma entwickeln, das wäre mit der Bank nicht möglich gewesen“.

Staudinger kämpft gegen die FMA

Dann zeigte die FMA Staudinger an. Er mache Bankgeschäfte ohne Konzession, weil er sich von mehr als einer Person gewerbsmäßig Geld borgt. Ihm drohen bis zu 50.000 Euro Strafe. „Ich lasse mir mein Modell von der FMA nicht zusammenhauen. Im Gegenteil, ich bin überzeugt davon, dass wir auch Vorbild sind“, so Staudinger. Das Modell boomt, mittlerweile muss er sogar Geld ablehnen. „Ein Kunde hat mir gesagt, das hat er von einer Bank noch nie gehört“, sagt er.

1.000 Mails von potenziellen Investoren bekam er, seit die FMA gegen ihn ermittelt. „Ein Banker hat mir geschrieben, dass das, was ich mache, nicht legal ist, aber legitim.“ Staudinger will keinen Cent Strafe zahlen, auch die Zustimmung der FMA ist ihm egal. „Ich will, dass das, was legitim ist, in Österreich auch legal ist. Es muss Bürgerrecht sein, sich selbst zu organisieren und neue Wege auszuprobieren.“

„Banken verlieren an Reputation“

In der Wirtschaftskrise trifft er damit den Nerv. Die Leute vertrauen den Banken immer weniger. „Die Banken verlieren an Reputation und haben angesichts der Skandale längst den Status eines stabilen Garanten verloren“, sagt Tarek El Sehity, Vermögenspsychologe an der Sigmund-Freud-Privatuniversität in Wien. „Die Menschen investieren lieber in konkrete Werte anstatt in abstrakte Papiere.“ Bei Staudinger sähen sie, was mit dem Geld passiert, wenn etwa neue Solaranlagen gebaut werden. Ähnlich sei der Boom bei Gold und Immobilien zu erklären.

Seit Beginn der Krise konnte Waldviertler die Umsätze noch verdoppeln. „Der Bio- und Alternativmarkt ist in der Krise explodiert“, sagt El Sehity. Vor allem das Bildungsbürgertum wolle über das Konsumverhalten auch ein politisches Statement abgeben und kaufe regionale, bekannte Qualitätsprodukte. Einige gehen einen Schritt weiter und investieren einen Teil ihres Geldes gleich in die Firma, deren Schuhe sie tragen.

Links:

Quelle: http://noe.orf.at/news/stories/2554946/

Gründe für einen neuen Anfang suchen

Der Mensch an sich, ist ein sehr komplexes System von vielen „Footsteps“ (Eindrücken) aus seinem Leben, die sich seit Kindheit an wie eine Perlenkette aneinander reihen. Oftmals bleibt aber eine Perle darauf schwarz, wobei die anderen wieder weiß sind. Was die schwarze Perle auch für einen Grund hat, und egal wie viele wir uns im Leben auf die Kette gezogen haben, sie werden immer auf der Perlenkette bleiben, auch wenn danach wieder viele weiße kommen. Wir haben im Leben sehr einprägsam gelernt, dass wir nur die weißen Perlen ansehen sollen, wenn wir uns zurück erinnern. Das ist jetzt, in dieser neuen Zeitqualität, anders geworden. Wir raten Jedem, dass es auch die schwarzen Perlen zu betrachten gilt. Denn diese haben eine essentielle Auswirkung auf unser Leben gehabt, die auch den Grund für eine Erkrankung wie Burnout in sich tragen kann. Dort gibt es oftmals Antworten auf die Frage „was ist schiefgelaufen“ oder „wann und warum habe ich eigentlich eine Entscheidung getroffen, die solche Auswirkungen auf mich hatte“ usw.

Geführt von einer Krankheit wie Burnout, hat man die Chance inne zu halten und alles noch einmal zu überdenken im Leben. Fehler die man vielleicht einmal gemacht hat, und denkt, dass man sie nicht wieder ändern kann. Die Richtung geben wir uns immer selber an, und wir entscheiden uns ganz alleine selbst dazu, diese Richtung auch beizubehalten. Warum also nicht auch einmal seine Meinung ändern, und die Richtung dann auch? Warum an etwas festhalten, was sich als schlecht für das eigene Leben herausgestellt hat?

Dass es Anderen in unserem Umfeld etwas bitter aufstoßen wird, ist nicht zu ändern und daher eine Tatsache auf die man sich einlassen muss, wenn man für sein eigenes Leben etwas tut. Wann haben sie das letzte Mal einen Urlaub ganz alleine gemacht? Egal wie lange, aber alleine.

Wieviel Zeit verbringen Sie nur mit sich selbst, ohne Familie, Freunde, Telefon, Fernseher, Radio und Zeitung? Können sie eine Zeit nennen, in der Sie nichts anderes getan haben, als ganz selbst zu sein und zu tun was Ihnen gut getan hat? Egal ob in der Natur, zu Hause, in der Arbeit oder an einem Wochenende irgendwo, wo Sie absolut Fremd sind. Wieviel ihrer Zeit braucht alles Andere und jeder Andere, als Sie sich für sich selbst nehmen?

Wir haben alle Zeit, doch die wenigsten nehmen sie sich! Warum auch immer. Ausreden gibt es genug. Schenken sie sich Zeit. Ganz persönlich nur für Sie selbst, und beobachten Sie, wie es Ihnen dabei geht. Es macht nichts, wenn es nicht gleich beim ersten Mal gelingt. Geben Sie nicht auf, denn alles braucht seine Gewöhnungszeit. Man hat sich ja schließlich auch nicht von jetzt auf Gleich an das derzeitige Leben gewöhnt. Es hatte auch einige Zeit zum Reifen, das Leben im Chaos und Stress hat viele Gesichter.

Sehen sie sich den aktuellen Dokumentar-Film „SPEED“ von Florian Opitz an, oder lesen Sie das gleichnamige Buch. Sie werden erstaunt sein, was uns in dieser Zeit alles beeinflusst, wovon wir keine Notiz nehmen, und doch damit leben!

Es ist das Unbewusste, das uns schadet. Alles was ich bewusst tue und lebe, kann ich selbst beeinflussen. Die Medien programmieren uns mit ihrer Information und Werbung. Die Politiker sagen uns nur die eine Hälfte der Wahrheiten und so geht es immer darum, dass wir sehr unbewusst zu etwas gemacht werden, ohne dass wir es bemerken. Und das immer stärker, und stärker. Alles um uns herum ist so aufgebaut. Das gesamte System der heutigen Demokratie ist so aufgebaut, dass es allen gut geht, und einigen etwas besser. Wir sind selbst schuld, dass wir uns auf andere verlassen, die die Möglichkeit von uns bekommen, mit uns zu machen was sie für richtig halten.

Demokratie ist gut, aber was daraus gemacht wurde, ist nicht mehr die wahre Demokratie, sondern Führung wie andere es wollen. Alle haben da ihren Anteil daran, dass jeder, der in diesem System integriert ist, auch alles dazu tut, damit er sich etwas von diesem Kuchen abschneiden kann. So ist der Mensch.

Doch es scheint, dass sich etwas verändert, weil jetzt die größten Eidechsen sehr auffällig geworden sind. Sie haben zum Schluss vor laufenden Kameras uns Bürgern erklärt, dass dieses Fressen der anderen nur für unser eigenes Wohl dient.

Wer nicht gefressen werden will, muss sich still und klein verhalten, und in der Masse untertauchen. Alles mitmachen, und zu allem ja und Amen sagen. Diese Zeit ist zu ende. Was jetzt folgt ist sicher nicht leicht für die Eidechsen-Menschen. Sie werden mit Sicherheit großen Hunger verspüren, denn bisher haben sie ja unaufhörlich gefressen. Wenn aber der Kuchen schwindet, wird der Hunger nur mehr selten ganz gestillt werden können. Wie gesagt, der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Was darum jetzt folgt, wird sicher das umher schlagen dieser Kreaturen, die ihren Hunger nach Macht und Geld stillen wollen. Geld ist nicht mehr in dieser ausreichenden Menge da, um ihren Hunger vollends zu stillen, weil es sich immer mehr zu diesen gierigen Eidechsen hingezogen hat, und Macht ist nur dann eine wirkungsvolle, wenn sich irgendwer von dieser einfältigen Macht beeindrucken lässt. Wenn niemand mehr bereit ist, Geld zu erarbeiten, um den Hunger der Gefräßigkeiten zu stillen, wer soll dann seine Macht behalten können?

Unruhige Zeiten, die da auf uns zukommen, das ist sicher. Aber genau deswegen ändern wir auch unser Leben, gerade jene noch eher, wenn sie aus diesem System der Lügen halbtot herausfallen, und durch Burnout oder ähnliche Zustände nicht mehr in der Lage sind bzw. nicht mehr bereit sind, das falsche Spiel weiter mit zu spielen.

Alles Gute und einen erfolgreichen Weg ins neue Leben!

Günter Novak

Psychische Erkankungen in Österreich v. 2012

Knapp 900.000 Menschen in Österreich leiden an einer psychischen Erkrankung.

Etwa jeder vierte Österreicher leidet im Laufe seines Lebens an einer psychiatrischen Erkrankung. Im Jahr 2009 – dem letzten Jahr, zu dem Daten aus dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger existieren – nahmen 886.000 Menschen wegen solcher Beschwerden Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch. 70.000 Patienten wurden stationär behandelt.

Die häufigsten Diagnosen sind depressive Krankheiten, Angst- und Zwangsstörungen (rund 400.000 Personen in Österreich), Alkoholabhängigkeit (etwa 330.000 Personen), Schizophrenien (circa 120.000 Betroffene) und Demenzen (rund 110.000 Betroffene).

Hälfte älter als 60 Jahre

Der Großteil der Betroffenen (470.000) sind älter als 60 Jahre alt, knapp 10.000 Minderjährige wurden behandelt. 420.000 Patienten sind im erwerbsfähigen Alter, wobei Arbeitslose rund vier Mal häufiger von einer psychischen Erkrankung betroffen sind als Arbeiter und Angestellte.

Krankenstände, die durch psychische Erkrankungen ausgelöst werden unterscheiden sich deutlich von Krankenständen aufgrund körperlicher Gebrechen. Während letztere im Schnitt elf Tage dauern, sich psychisch Erkrankte durchschnittlich erst nach 40 Tagen wieder zurück im Berufsleben. Dies ist auch der Hauptgrund für die deutlich höheren Kosten psychischer Arbeitsunfähigkeit (1.750 Euro zu 730 Euro bei körperlicher Arbeitsunfähigkeit).

Kosten

Insgesamt machten die Kosten für die Behandlung im Bereich der psychischen Erkrankungen im Jahr 2009 bei den Krankenversicherungen rund 750 Millionen Euro aus. 250 Millionen Euro entfallen dabei auf Medikamente (größtenteils Psychopharmaka), bis zu 150 Millionen auf ärztliche Hilfe, 63,4 Millionen auf Psychotherapie und psychotherapeutische Medizin sowie weitere 5,4 Millionen auf klinisch-psychologische Diagnostik. Dazu kommt Krankengeld in Höhe von 70,6 Millionen Euro und mehr als 280 Millionen Euro für Spitalskosten.
Quelle: kurier.at

Sommer 2012

Hier wollen wir nur daran erinnern, dass der Sommer eine wunderbare Zeit ist. Vergänglich ist er nie, in unseren Gedanken.

und eine der 3 Kirchen im Hintergrund

HORN im Sommer

„Wir brauchen mehr störanfällige Menschen in Unternehmen“

Marietta Türk, 25. September 2012, 05:30 – bei derstandard.at veröffentlicht

Eine Generation von Störenfrieden wächst in einer Welt der Big Data heran – Die permanente Interaktion der Massen schafft ein Klima der radikalen Offenheit, so Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut Österreich

Das Zukunftsinstitut Österreich bringt demnächst eine neue Studie zum Thema „The Power of Openness“ heraus. Geschäftsführer Harry Gatterer hat vorab exklusiv mit derStandard.at über die Welt der Big Data und die Konsequenzen für die Arbeitswelt gesprochen. Warum wir heute permanent gestört werden und das gut ist und was die neue Offenheit für den einzelnen und ganze Gesellschaftssysteme bedeutet, hat er Marietta Türk erklärt. Bei der Abschlussveranstaltung des diesjährigen Standard Mentoring Circle hat er erste Einblicke in die Studie gegeben.

derStandard.at: Noch nie zuvor waren die Menschen so vernetzt und interaktiv wie heute. Ist die Gesellschaft gleichzeitig offener als je zuvor?

Gatterer: Die Welt ist voller Daten und Informationen – im gigantischen Ausmaß. Das ist auch die Grundlage für Austausch und Transparenz: um das Phänomen der Big Data entstehen neue Kanäle der Offenheit, neue Formen der Kommunikation – radikale Offenheit. Und das in allen Bereichen: sei es (wissenschaftliches) Arbeiten, politische Ansätze oder ökonomischen Ideen. Die Massen können sich beteiligen, aus Konsumenten werden auch Produzenten – so genannte Prosumenten. In diesem Sinne ist die Gesellschaft offener denn je.

derStandard.at: Ist das Internet die einzige Instanz, die diese Entwicklung möglich macht oder gibt es mehrere Faktoren?

Gatterer: Natürlich ist es die Informationsmöglichkeit basierend auf dem Internet. Youtube und soziale Medien sind einfache Beispiele für Kommunikation in beide Richtungen. Der andere Faktor: Menschen haben heute mehr Zeit für Interaktion. Die nehmen sie nicht unbedingt aus der Arbeitswelt sondern aus der Freizeit. Das meiste an freier Zeit kommt daher tatsächlich vom Fernsehen, das als primäres Medium immer mehr verliert.

derStandard.at: Gibt es für diese radikale Offenheit konkrete Beispiele in der Arbeitswelt?

Gatterer: Im Beruf etwa, dass man sich aufgrund dieses freien Informationsflusses nicht mehr an bestehende Hierarchien halten muss. In der Wissenschaft merkt man das massiv: immer mehr Forscher betreiben im Sinne von open science in vernetzten offenen Systemen selbstständig Forschung.

Die extremste Form ist das Biohacking im medizinischen Bereich: Wissenschaftler, die Versuche in der Institution, in der sie arbeiten, nicht machen können, kaufen sich über Ebay altes Equipment und über Amazon Rechenleistung zu und machen im Wohnzimmer ihre Tests. Ein amerikanischer Wissenschaftler, Kay Aull, hat ein Inkubatorgerät gekauft und mit Reiskocher und Wasserkocher, einen Gentest entwickelt, der ihn unter 200 Dollar gekostet hat. Das hat ihn mittlerweile berühmt gemacht.

derStandard.at: Es ist also einfacher aus vorgegebenen Systemen und Mustern auszubrechen? Man nimmt sich, was man braucht?

Gatterer: Menschen werden in einer komplexeren und transparenteren Welt mehr denn je ihrer Intuition folgen, und dabei sichtbarer werden. Gerade für die Karrieren ist das immens wichtig: kann ich das, was ich machen will in meiner Organisation nicht umsetzen, muss ich andere Wege gehen.

Das sorgt natürlich auch für Probleme. Für die erwähnten Wissenschaftler ist es im Moment nicht gerade einfach ihre Ergebnisse zu publizieren. Denn die meisten Fachmagazine würden diese ablehnen. Aber auch da etablieren sich open access Journale, die dafür eine Plattform bieten. Das ist noch ein kleiner Nischenbereich, der sich aber rasant zu verbreiten beginnt.

derStandard.at: Permanente Informationsmöglichkeit und Interaktion – besteht nicht langsam die Gefahr der Informationsüberflutung?

Gatterer: Derzeit gibt es eine Million Posts auf sozialen Medien pro Tag, man geht davon aus, dass es 2015 eine Billion Geräte geben wird, die im Internet interagieren, und das wird noch steigen.

Jedes System, sei es Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft funktioniert aufgrund von gewissen Informationsregeln. In dem Moment wo es überflutet wird, wird das System instabil. Aber das hat auch etwas Positives: Instabilität führt zu neuen Lösungen. Die Frage ist nur, was machen wir daraus. Und das ist gerade in der Wirtschaft eine riesen Herausforderung, weil das System davon lebt, dass es klare Sender und Empfänger gibt – hier den Kunden, da den Produzenten – und das wird jetzt empfindlich in Frage gestellt.

derStandard.at: Wenn Kunden zu Produzenten werden, sich die Rollen immer mehr vermischen, wie wichtig wird der Urheber in Zukunft sein?

Gatterer: Die Copyrightfrage wird eine große, weil in dieser Wahnsinnsüberflutung von Information die Urheber gar nicht so leicht herauslesbar sind. Die Frage ist wie wichtig der Urheber überhaupt noch ist in einer digitalen Verbreitungsmaschinerie. Creative commons hat sich weltweit durchgesetzt – die Idee, dass man geradezu möchte, dass sich ein kreiertes Werk frei verbreitet. Das greifen auch Institutionen auf.

Die Worldbank zum Beispiel: sie hat das statistische Material, das sie über die Länder dieser Welt sammelt, immer unter Verschluss gehalten. Vor einem Jahr haben sie die Daten komplett geöffnet, weil der CEO davon überzeugt ist, dass das der richtige Weg ist. Auch die NATO öffnet heute ehemals geheime Informationen. Da dreht sich ein grundlegendes Prinzip um. Und das darf man nicht verwechseln mit Offenheit und Naivität. Aber das ist genau diese Gradwanderung, die für Unternehmen und für den Einzelnen anstehen wird.

derStandard.at: Für den Einzelnen bedeutet das permanentes Abwägen: was gebe ich preis und was nicht?

Gatterer: In Bezug auf Karrieren ist das im Moment stressig: wieviel Information gebe ich als Individuum überhaupt weiter, wo bestehe ich darauf, dass ich der Urheber bin und wann geht meine Idee zur Entwicklung ins Kollektiv und wird dort besser. Wahrscheinlich wird es so enden, dass tendenziell Dinge hergegeben werden. Aber mit dem Resultat, dass man dafür direktes Feedback kriegt und davon profitiert.

derStandard.at: Sie schreiben in der Studie, die Menschen sollen bereit sein sich stören zu lassen. Was meinen Sie damit?

Gatterer: In dieser Welt werden wir permanent gestört. Das kann man ignorieren, wie das die Politik sehr gerne macht, aber Unternehmen oder Führungskräfte können sich das nicht leisten.
Man wird nicht mehr in einem geruhsamen Büro sitzen und seinen Job machen und als Führungskraft vielleicht noch drei Leute instrumentalisieren. Wenn alles glatt läuft, sollte man irritiert sein.

Der Softwareentwickler Tim O´Reilly hat den Begriff „Permantent Beta“ entwickelt – die Idee, dass wir in einem permanenten Entwicklungszustand sind. Und für diese Entwicklung braucht man Störungen. Natürlich braucht aber auch jeder Mensch Erholungsphasen.

derStandard.at: Welche Art von Störungen ist konkret gemeint?

Gatterer: Führungskräfte müssen sich mit sozialen Medien befassen, das ist neu. Oder sie müssen sich von völlig neuen Trends stören lassen wie crowdsourcing oder open hardware Lösungen. Auch aus der Sicht der Bewerber ist diese Openness eine riesen Chance. Das zeigt sich in dem Mikrotrend „Jobjackpotting“, damit werden über Wettbewerbe branchenfremde potenzielle Mitarbeiter angesprochen, die sich auf konventionellem Weg gar nicht auf die offenen Stellen bewerben würden. In Deutschland gibt es auch so genannte pop up Büros: Firmen lassen junge Menschen dort zeitlich begrenzt Neues entwickeln – abseits der konventionellen Standorte.

In Zukunft wird man in Unternehmen mehr Menschen brauchen, die in diesem Sinne störanfällig sind. Also mit neuesten Entwicklungen gut und gerne umgehen. Diese Qualität wird wesentlich wichtiger werden, als sich schnell anzupassen. Mir fällt auf, dass auch junge Menschen ganz früh systemkonform denken, Das ist in Zukunft gefährlich. Für das Individuum, weil es sich in das Glaubensmuster eines alten Systems begibt, ohne es zu hinterfragen. In Unternehmen, die kein Andersdenken zulassen, sind Tür und Tor offen für Zukunftsversagen. Vor allem in Österreich müssen wir dieses Denken schneller etablieren, damit uns nicht Verschlossenheit und Systembeharren die Zukunft verbauen. (Marietta Türk, derStandard.at, 25.9.2012)

Studie

Die Studie des Zukunftsinstituts Österreich  „The Power of Openness – Wie eine neue Offenheit Chancen für Wirtschaft, Politik und Kultur bietet“ erscheint am 10.Oktober 2012

Weiterlesen

Abschlussveranstaltung des Mentoring Circle Jahres 2011/2012

Links

http://www.zukunftsinstitut.at/

Standard Mentoring Circle

http://www.mmde.at

Gesundheitsrisiko Überstunden

Eine Forschungsarbeit mit dem Thema „Arbeitseffektivität im 21. Jahrhundert“ hat sich unter anderem auch mit der Frage beschäftigt, ob sich Überstunden negativ auf die Gesundheit der Arbeitnehmer auswirken. Das Ergebnis der Untersuchung ist eindeutig und belegt, dass Überstunden zu einem durchschnittlich erhöhten Gesundheitsrisiko führen.

Zunächst einmal wurde in der Studie untersucht, wie viele Stunden die Europäer in der Woche heute im Durchschnitt arbeiten. Dabei kam heraus, dass über 85 Prozent der Studienteilnehmer wesentlich mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten. Fünf Prozent haben sogar eine Wochenarbeitszeit, die mehr als 60 Stunden beträgt, also jeder 20. Arbeitnehmer. Somit sind es also nur etwas über zehn Prozent der Arbeitnehmer in Europa, die die meistens tariflich vereinbarte Arbeitszeit zwischen 38,5 und 41 Stunden in der Woche auch einhalten.

Was sind die Folgen der langen Arbeitszeit?

Den Forschungsergebnissen zufolge gibt es eine ganze Reihe von negativen Folgen, die durch die zulange Arbeitszeit in Form von Überstunden verursacht werden können. Im Wesentlichen sind hier vier negative Folgen zu nennen, nämlich größere bzw. häufigere gesundheitliche Probleme, der Verlust an Motivation sowie an Engagement, und zudem vermehrt sich auch das Risiko, an einem Burnout-Syndromzu erkranken. Unter anderem kommt die Studie zum Beispiel zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer sich regelmäßig am Ende ihrer Kräfte fühlen, falls sie an allen fünf Wochenarbeitstagen an die Tätigkeit im Büro gebunden sind. Inzwischen ist es medizinisch erwiesen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Überstunden und dem vermehrten Auftreten von gesundheitlichen Problemen gibt, wie zum Beispiel Depressionen, Probleme im Bereich der Gelenke und Muskeln sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Der Arbeitsplatz-Standort ist entscheidend und kann Abhilfe schaffen

Ein weiteres Ergebnis der durchgeführten Studie besteht darin, dass der Standort des Arbeitsplatzes eine ganz entscheidende Auswirkung auf das Wohlbefinden der Arbeitnehmer, und somit auch auf das Gesundheitsrisiko hat. So besagt das Ergebnis der Forschungsarbeit zum Beispiel, dass sich die Häufigkeit des gefürchteten Burnout-Syndroms bereits um 30 Prozent verringert, wenn die Arbeitnehmer den Standort ihres Arbeitsplatzes nur einmal in der Woche selbst wählen dürfen. Das Burnout-Risiko sinkt sogar um 40 Prozent, wenn die Mitarbeiter die Freiheit haben, ihren Arbeitsplatz selbst zu bestimmen. Eine noch deutliche Verringerung der Häufigkeit der Burnout-Erkrankung ist zu erreichen, wenn den Arbeitnehmern gestattet wird, dass sie ihren Arbeitsplatz weg vom Hauptbüro verlegen dürfen. In diesem Fall sinkt der Burnout von 48 Prozent auf nur noch fünf Prozent.

Studie: Regus Büros

Burnout als neue Erfahrung im eigenen Leben akzeptieren lernen

Wir haben alle eine Zeit zu bewältigen, die ihresgleichen sucht. Es ist nicht seltsam, dass alles was wir uns erträumt haben, oftmals darauf fußt, was wir von unseren Eltern als die „Wahrheit“ für unser Leben gelernt haben. Selten gehen Menschen dann einen völlig anderen Weg. Meistens erkennen wir erst zu spät, dass wir ein Leben in Anspruch nehmen, das nicht unser eigenes ist. Wir versuchen dann krampfhaft, dieses Leben nach den gelernten Methoden zu leben, bis, ja bis wir dann völlig erschöpft zusammensinken, und erkennen, dass es der falsche Weg war. Der falsche Weg für mich.

Erst dann, wenn klar ist, dass es so nicht weitergehen kann, wählen wir einen neuen Weg. Die Suche danach beginnt meistens schon sehr früh, und unbewusst, doch ein inneres Gefühl sagt uns, dass es noch etwas anderes gibt, das für uns ganz persönlich besonders wichtig ist. Genau weiß man aber in den seltensten Fällen, was es eigentlich ist, was wir tun sollten. Was wir denken sollten.

Man spürt wohl, dass es da etwas anderes gibt, und so begibt man sich wiederum unbewusst auf die Suche nach der Antwort.

Genau das ist es, was die eigentliche Ordnung im Universum darstellt. Die Suche nach dem Höheren in uns. Dem höheren Wert unseres eigenen Daseins. Unseres ganz persönlichen Daseins. Nicht das Kollektive.

Das kollektive Dasein wurde uns ja im Prinzip zum Verhängnis. Nach diesem haben wir ja bisher gelebt. Doch in unserer Zeit jetzt, hat dieses Kollektive Bewusstsein eine Veränderung durchgemacht. Wir haben es nur nicht bemerkt. Die heutige Jugend aber, lebt bereits darin. Wir können aber nichts damit anfangen. Wir haben ja unsere alten Strukturen nicht verändert. Es wurde uns ja auch selten gesagt, dass wir diese erlernten Daseinsregeln auch verändern sollen, um uns weiter zu entwickeln. Wozu auch? Wir haben gelernt, dass unsere Generationen davor auch nichts anderes angestrebt haben, und ganz gut damit gefahren sind. Ja das stimmt auch, aber eben für früher. Da haben sich die Dinge auf unserem Planeten auch nicht dermaßen schnell weiterentwickelt. Jetzt ist es eben anders, und das ist gut so.

Was wir jetzt für uns tun können

Jetzt ist es an der Zeit für uns selbst etwas zu tun. Egoistisch? Nein, für das eigene Wohl zu sorgen ist höchst erwünscht im Universum, denn das ergibt wiederum einen zufriedenen Menschen, der wiederum Zufriedenheit ausstrahlt. Andere bemerken diesen Menschen als höchst interessant und stellen Fragen. Die Antworten werden ihn dann dazu bringen, über sich selbst mehr nach zu denken. Das wars. Mehr brauchts auch am Anfang eines Transformations-Prozesses nicht.

Der Prozess der Veränderung geht natürlich weiter, bei jedem auf eine ganz persönliche Art und Weise, aber sie geht eben weiter. Denn ab diesem Zeitpunkt ist die Veränderung akzeptiert. Dadurch wird etwas angestoßen, das in uns allen weiterarbeitet, und unglaubliches bewirkt. Wir gehen dann plötzlich Wege, die bisher als völlig abstruss gehalten wurden. Wir suchen nach Antworten, um unseren Leerraum des Wissens in diesem Bereich des Lebens zu füllen. Wir kaufen uns Bücher, treffen auf interessante Menschen, mit vielen Geschichten, ihrer eigenen neuen Wege, und stellen immer mehr fest, dass niemand alleine auf diesem Weg der Erkenntnis ist. Wir finden uns in einer Gesellschaft, gleichgesinnter wieder und fühlen uns darin wohl.

Völlig unmöglich sagen viele der alten Zeit. Ich sage absolut notwendig in der neuen Zeit.

Sie hat bereits begonnen, und wir erwachen aus unserem Alptraum, in dem wir entweder erst krank werden müssen, oder einfach von ganz selbst beginnen, hinter die Kulissen des Lebens zu blicken.

Viele von uns, nein, alle von uns haben zwei Seiten. Die eine Seite ist hell und klar, und wir wissen was wir da haben. Wir betrachten es und vergleichen es mit der Aussenwelt. Und es passt mit dieser „Welt“ gut zusammen.

Dann haben wir noch eine innere Welt. Diese ist oftmals geprägt von vielen unangenehmen Ereignissen und unseren Entscheidungen dazu. Es tut weh diese zu betrachten. Darum halten wir sie gerne im Dunkeln. Schieben sie in die Vergessenheit. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Das denken wir, jedoch wissen wir nicht, dass alle weiteren Erlebnisse in unserem Leben genau auf diesen Entscheidungen beruhen.

Die Meisten von uns haben in ihrer Kindheit solche Entscheidungen getroffen, da die vergangene Zeit, die alte Zeit in unseren Vorfahren steckte, und steckt. Wir jedoch haben eine neue Zeit zu bewältigen, in der alles ganz neu definiert werden darf, und soll – und wird. Ob wir damit einverstanden sind oder nicht, entscheidet darüber, ob wir gesund bleiben in der Veränderung, oder nicht. Eine Warnung ist jedenfalls das Burnout. Der Körper, als feststofflicher Teil der feinstofflichen, inneren Bereiche, zeigt uns die Präsenz einer anstehenden Veränderung an. Jeder für sich, darf die alten Regeln über Bord werfen, und seine eigenen, neuen erfinden! Moralisch verwerfliches ist nicht erwünscht. Es geht um unsere innere Bewertung, die in Liebe stattfinden soll. Wir sollen uns selbst lieben lernen.

Der Burnout-Patient ist gerne bei allen anderen Mitmenschen in Liebe tätig, jedoch vergisst er ganz auf sich selbst. Da spielt es keine Rolle, ob er in seinem Beruf oder Privat tätig ist. Jeder Bereich des Lebens kann durch zu hoher Tätigkeit für Andere zu einem „Ausbrennen“ führen. Dabei wird eben meistens vergessen, dass wir uns selbst auch wieder die mentale und geistige Kraft durch Gebet oder Meditation holen. Es gibt unendliche Kraft aus dem Universum abzuholen. Gott ist der Schöpfer, das Universum ist voll von Seiner unendliche Energie – Prana im Indischen genannt- die wir jederzeit beziehen dürfen und können. Will man sie, dann wird man sich zurückziehen, und in Momenten der inneren Einkehr, Kraft aus dem Unendlichen schöpfen. Es ist ja da, also greif zu.

Das ist vom Universum jetzt mehr denn je erwünscht. Wir brauchen es nur zu wünschen, dann wird es uns gegeben. Dabei spielt es eine wesentliche Rolle, ob wir es wirklich wollen, oder durch unseren Unglauben, nur so tun als ob.

Der Unterschied besteht darin wie zB. bei einem Christen, der jeden Sonntag in die Messe geht, und bei allem sehr rege dabei ist, alle Gebete lautstark mitspricht, und sonst auch mit viel Inbrunst nach Außen hin einen typischen, guten, gläubigen Christen abgibt. Im Inneren jedoch, spielt sich alles derart ab, dass er schon lange aufgehört hat, an Gott zu glauben, da er nie im Leben Annehmlichkeiten erfahren durfte. Dass er dabei nicht einsieht, dass all die Drangsale nur dafür dienen, seinen persönlichen Lebensweg zu bereichern, damit sein Geist frei wird, von was auch immer, ist das Dilemma, in dem Viele stecken. In Liebe annehmen, will gelernt sein.

Der Andere hat nie eine Kirche von innen gesehen, und trotzdem spürt er seit er denken kann, dass seine Aufgabe eine ganz besondere ist, und er macht sich nützlich, bei denen, die kein leichtes Leben auf dieser Welt haben. Er gibt von seinem Geld Jenen, die noch weniger besitzen. Er spricht von seiner eigenen großen Liebe zu Gott und Jesus, und schenkt Anderen, die verzweifelt sind, Hoffnung und bringt ihnen Mut zum Leben bei. In Liebe leben bedeutet, ohne Fragen, was man dafür bekommt, einfach zu tun, was einem das Herz sagt.

Wenn jetzt einer von den Beiden einen Wunsch ins Universum sendet, wer wird dann wohl diesen Wunsch eher erfüllt bekommen?

Der wahrhaft lebende Gläubige, oder der innerlich bereits Tote?

Wahrhaft zu lieben bedeutet, Taten zu vollbringen, die Anderen zu ihrem Heil dienen. Dabei ist es egal, ob einer geheilt wird, oder Tausend. Wesentlich dabei ist einzig und allein, das wir es tun sooft es nötig ist. Es darf Jeder selbst entscheiden, was er tun will. Jeder hat andere Fähigkeiten bekommen, diese sollen als Ergänzung für und mit den Anderen dienen. So bekommt Jeder das, was er gerade benötigt. Jeder hat etwas zu geben. Dass es für Jeden etwas Anderes ist, bedingt schon die Vielfältigkeit aller Mitmenschen. Keiner gleicht dem Anderen bis auf das Haar.

Ich wünsche Jedem, dass er seine wahre Berufung findet!

Novak Günter

Das Paradoxe unserer Zeit

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Heute haben wir größere Häuser, jedoch kleinere Familien…
Mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit…
Wir haben einen höheren Bildungsgrad mit mehr Wissen, aber weniger gesunden Menschenverstand und Urteilsvermögen…
Wir haben mehr Experten, aber mehr Probleme…
Mehr Medizin, aber weniger gute Gesundheit…
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Wir geben uns zu unbekümmert
Lachen zuwenig
Werden zu schnell ärgerlich
Stehen zu spät auf
Lesen zu wenig
Sehen zuviel TV und sind weniger rücksichtsvoll…
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Wir haben unsere Besitztümer multipliziert, aber unsere Werte reduziert…
Wir reden zuviel, lieben zu wenig und lügen zu oft…
Wir haben gelernt, wie man einen Lebensunterhalt verdient, aber nicht das Leben…
Wir haben Jahre zu leben, aber nicht dem Leben Jahren hinzuzufügen…
Wir haben höhere Gebäude, aber niedrigere Temperamente…
Breitere Straßen, aber schmalere Standpunkte…
Wir geben mehr aus, aber haben weniger…
Wir kaufen mehr, genießen es noch weniger…
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Wir sind die ganze Strecke zum Mond und zurück gewesen, aber wir haben Mühe, die Straße zu überqueren, um unsere Nachbarn zu treffen…
Wir haben das Atom, aber nicht unser Vorurteil gespalten…
Wir schreiben mehr, lernen weniger, planen mehr, aber vollenden weniger…
Wir haben gelernt zu eilen, aber nicht zu warten…
Wir haben höhere Einkommen, aber niedrigere Moral…
Wir bauen mehr Computer, um mehr Information zu halten, mehr Kopien zu erzeugen, aber um weniger persönliche Kommunikation zu haben…
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Wir haben mehr Quantität statt Qualität…
Dies sind die Zeiten des Fast Foods und großen Männer mit wenig Charakter…
Mehr Freizeit, aber weniger Spaß – mehr Arten der Nahrung – aber weniger Ernährung…
Zwei Einkommen – aber mehr Scheidungen…
Schönere Häuser – aber gebrochene Heime…
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